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Tour-O-Graphie

Konzertdetails

Wenn du Korrekturen zu diesem Konzert hast, dann schick sie bitte an Wolfgang.

05.06.99 - Hamburg
Location: Schauspielhaus
Konzertart: Clubauftritt
Berichte: Yannig hielt für uns fest: "Das Konzert in HH am 5.6. war mein erstes Toco Konzert, weil ich noch nicht allzulange Fan von Toco bin (1 1/2 Jahre) und ich zwischendurch bestimmt drei oder vier Gigs der drei verpasst habe. :( Aber diesmal hatte ich mir die Karte zum Glück rechtzeitig besorgt.

Ich ging also mit vielen Erwartungen ins Schauspielhaus und zugleich fragte ich mich, ob sich die drei irgendwas besonderes ausgedacht hatten, immerhin gibt es im Schauspielhaus nur Sitzplätze. Und tatsächlich haben alle Leute gesessen.

Um viertel vor zehn haben Toco dann mit bombastischem Intro (mit bedrohlicher Orgel und viel Nebel) die Bühne betreten und angefangen, die Songs von ihrem neuen Album zu spielen. Obwohl alle Leute bis auf die Tocs sassen, war die Stimmung sehr gut. Jan hat sich regelmäßig darüber lustig gemacht, daß tatsächlich alle sitzengeblieben sind.

Zwischendurch gab es dann immerwieder ein paar alte Stücke, bei denen dann auch alle mitgesungen haben. Auch das instrumentale Stück mit Drumcomputer haben sie gespielt, wobei Dirk und Arne auf der Gitarre eigentlich genau das gleiche spielen. Danach hat Arne "Ich mache meinen Frieden mit euch" gesungen, allerdings haben Dirk, Jan und wieder der Drumcomputer gespielt. Ich fands schade, daß Arne sich nicht hingestellt und selbst gespielt hat, wie er es sonst immer machte. Aber dieses Kapitel hat er wahrscheinlich abgeschlossem, er sah sowieso sehr verändert aus, auch von der Kleidung.BBei "Sie wollen uns erzählen" sind dann schließlich alle aufgestanden und haben sich an die Bühne gedrängt, was im Schauspielhaus natürlich ungewöhnlich ist.

Als Zugaben gab es dann die "Hits" von Toco, bei denen wirklich alle gut abgegangen sind. Nach fast zwei Stunden und mehreren Zugaben haben Toco dann mit "17" endgültig ihr Konzert beendet und es schienen alle zufrieden zu sein.

Was mir bei meinem ersten Tocokonzert aufgefallen ist, ist, wieviel Spaß die drei tatsächlich noch am spielen haben und wie aufgeregt sie immer noch zu sein schienen. Obwohl ich natürlich keinen Vergleich zu anderen Tocotronic Gigs habe, war dies auf jeden Fall eines der besten Konzerte, auf denen ich überhaupt je war."


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Ähnlich begeistert das Resumee von Martin: "das konzert im schauspielhaus war meines erachtens ....... mittlerweile war es mein 10tes konzert (sozusagen nach konzerten in augsburg, ulm, münchen, konztanz, 2x powerline in hannover, 2x hamburg und köln gewissermaßen ein jubiläums-konzert) und ich bin von tocotronic bereits gewöhnt, nicht allzu viel zu erwarten und zu verlangen, aber die atmosphäre im schauspielhaus war toll und man hat es insbesondere an dirk gemerkt, daß es den musikern wohl auch gefallen haben dürfte. genial war auf jeden fall der auftritt von arne...fast schon in zz-top-manier brachte er an der gitarre gemeinsam mit dirk und jan ein instrumental-stück (fast jedenfalls, da dirk am ende noch etwas gesungen hat, wenn mich mein bier-betäubter-kopf nicht ganz bei der erinnerung im stich gelassen hat) zu gehör. musikalisch muß ich sagen, das mir einige lieder von der "es ist egal, aber"- platte früher nicht so sehr gefallen haben, jetzt jedoch riesig rüber gekommen sind (insbesondere "sie wollen uns erzählen"). von der neuen platte kannte ich die meisten sachen bereits (auch dank der homepage von christian), habe aber "17" das erste mal richtig gehört. ich meine, dirk hätte dieses stück bereits vor einem jahr mit troy im knust zum besten gegeben. dieses lied oder auch besser dieses leid war für mich der absolute höhepunkt des abends. nicht nur weil es das letzte stück des abends war, sondern insbesondere auch, weil mir durch diese auf der bühne stehende band, die dieses stück gespielt hat, wieder schlagartig ins bewußtsein gesungen und gespielt wurde, weshalb es bei mir in den letzten 3 1/2 Jahre einfach nicht ohne tocotronic ging. das lied ist zwar nicht mit stücken wie "ich bitte dich" oder auch "die idee ist gut, doch die welt noch nicht bereit" ergleichbar, jedoch erinnerte mich die art des stück zumindest an lieder von der dritten platte ( "ich möchte irgendetwas für dich sein" oder auch in ansätzen "so jung kommen wir nicht mehr zusammen"), die im hinblick auf den "wiedererkennungswert" an die damaligen tocotronic-stücke anknüpfen. wenn man den vorankündigungen der neuen platte glauben schenken darf, wird das lied "17" nicht wie bei der platten-version von "nach bahrenfeld im bus" nach ca. 4 minuten einfach regelrecht gekappt. dies wäre sozusagen tragisch, da man ansonsten wieder warten müßte, bis sich jemand erbahmt, entweder ein halb-bootleg (live in roskilde) oder eine best-of (the hamburg years) platte herauszugeben, auf der die plattenversionen in eine ordentliche länge von 12 minuten gebracht wurden. also hoffe ich, das tocotrnic dieses mal von anfang an zu der überzeugung gelangt sind, das es eine schande wäre bzw. ist, solche = stücke auf 4 minuten zu kürzen. jetzt bin ich entgegen meiner absicht, doch von meinem konzertbericht abgekommen und bitte dies zu entschuldigen. jedenfalls wurde auf dem konzert z.t. auch ältere stücke gespielt. was nicht fehlen durfte und bereits das dritte lied gewesen ist, war natürlich "drüben auf dem hügel", obwohl dieses lied im bequemen stuhl ohne entsprechendes gemenge nicht so gut rüber gekommen ist. arne, hallo du vollidiot, hat auch noch ein lied gesungen und sich artig fünf bis zehnmal verbeugt.

es war also, mit ausnahme des rahmens des schauspielhauses, im großen und ganzen ein abend mit tocotronic wie ihn wahrscheinlich schon viele erlebt haben, nett, schön, lustig und auch traurig anmutend (17) aber eben auch nicht atemberaubend. Manchmal ist ein abend allein zuhause mit einer flasche bier in der hand (bitte nicht leer) und musik von tocotronic fast genauso gut wie ein konzert von diesen, wenn nicht sogar besser. manchmal kann ein konzert aber auch eine bleibende erinnerung hinterlassen. am samstag abend hat definitiv das schauspielhaus sowohl bei den musikern als auch beim publikum diesen bleibenden eindruck hinterlassen; wenn das konzertdies auch erreicht haben sollte, dann lag es an dem lied "17".

so das war mein konzertbericht, wenn er auch länger ausgefallen ist als ich es geplant hatte."


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Und Pitty sandte uns folgenden Bericht und zugehörige, untenstehende Fotos: "Die Zugfahrt nach Hamburg führte uns vorbei an den "alten Tennisplätzen". Endlich am am Theater angekommen sahen wir schon die Ersten Tocoretten die mit Schildern fast weinend um noch ein paar Eintrittskärtchen für das ausverkaufte Schauspielhaus bettelten. Trotz Platzkarten drängelten sich schon Stunden vor Konzertbeginn auch schon die wenigen glücklichen Besitzer einer Eintrittskarte vor dem Haupteingang des Theaters das etwa 600 Zuschauer fast. Man konnte es richtig spüren, dass die Turnschuhdepressionisten es kaum noch aushalten konnten endlich ins Innere dieses Prunk vollen Gebäudes zukommen. Einige Hippies besetzen in exhibitionistischer Weise, eine Verkehrsinsel direkt vor dem Theater. ;-)

Dann wurden die Pforten endlich geöffnet (wie man so sagt). Roter Teppich ebnete uns den Weg in Richtung Garderobe wo uns eine sehr SEHr freundlich Dame der sogenannten Mittelschicht uns unserer Rucksäcke entlastete. Dann kamen wir in diesen wunderschönen, prunkvollen, barocken (wie der Architekt sagt) Festsaal. Man fühlte sich ein wenig wie im Sagen umworbenem Rotary Club. Doch zum Glück (so schien es zunächst) hatte diese Ambiente keinerlei Einfluss auf die Tocoretten. Sie liessen frech ihre Beinchen aus den vergoldeten Julia-Rapunzel-Balkones rausbäumelchen, in der Hand eine kleine Flasche Piwo (Polnisch; zu Deutsch Bier) und zeugten dem unten liegendem Sitzvolk ihre weissen Turnschuhe.

(21:30 Uhr) Es lag Spannung. Eine halbe Stunde liessen sie schon wieder einmal auf sich warten. Andersartige, so kann man das glaube ich sagen, Musik dröhnte aus den Boxen. Langsam wurde es recht unangenehm in den roten Klapppolstersitzen. Und so glücklicher war man, als die Tocos endlich die Bühne betraten. Das Sitzvolk tobte. Eine wunderschöne Diskokugel verzauberte den Festsaal und die Klänge der Gitarre führten zu Kontraktion der Haarstreubemuskel. Kurz gesagt. MAN KRIEGTE VOLL GÄNSEHAUT !!!(wie man manchmal sagt) so schön war es. Sie fingen gleich mit ein paar neuen Stücken an. Sie spielten insgesamt in 2 Stunden 13 neue und 9 alte Lieder.

Ich glaub das ging ungefähr so: Die grenzen des Guten Geschmacks 1 und 2. (wobei einige wenige schon vereinzelt vorher jubelten weil sie den Song schon von der "Drüben auf dem Hügel"-Seite kannten. *peinlich* (aber auch egal). Und nun ja ... die Neuen halt. Eines blieb mir ganz besonders im Sinn. Da standen auf einmal alle Drei vorne an der Bühnenkante. Dirk und Arne mit ner Gitarre und Jan wie immer am Bass. Ich dachte so im stillen: "Jetzt bin ich aber mal gespannt" Plötzlich! technoartige Beates... "hä??". Dann rockte es los. (könnte man so sagen (muss man aber nicht (aber gut zu wissen das man könnte))) (ups habs ja getan) Das war ein recht netter Anblick. Ob sie dazu gesungen haben, weiss ich nicht mehr. Man könnte in eh nie alles so richtig verstehen. *schnief*

Sie haben auch wieder "Sie wollen uns erzählen" gespielt. Da wo Dirk immer son Monchichi-Gesicht macht wo ich immer lachen muss. Düt Düt Düt Düüt Düt - Düt Düt Düt Düht ...> :-) Bei "Teil einer Jugendbewegung" hat der Jan immer so Zeichen mit der Hand gemacht. Dann haben sie noch Freiburg, Rockmusik, und sogar quite cool gespielt. Dirk hatte insgesamt vier Gitarren. Seine tolle (wo eine Seite gerissen war), noch ne andere E-Git, ne Akustik und diese doofe Rotary Club Guitar aus dem Let there be rock Video. Na dem Motto, "alles was wir hassen wird uns nie mehr verlassen weil man es eigentlich ja mag" hatten sie auch alle so braune Anzughosen und schwarze Hemden an. (Die sie auch schon bei Rock im Ring (oder im Park??)(weiss der Geier oder auch nicht (wie man so sagt)). Schon ein wenig traurig. Doch ich für mein Teil mal mir jetzt ein T-Shirt mit der Aufschrift "Tennisfan" und halte Kontra.

Es lag eine gewisse Spannung in der Luft. alle klebten regelrecht in Ihren sitzen. Nur so Pressefotografen versperrten dann und wann die Sicht zur Bühne. Am liebsten wären man in die Luft gesprungen hätte sich auf seinen verdammten Edelstoffklappstuhl gestellt und hätte abgepogt. Und als die Tocos dann auch noch "Rotary Club" spielten, wurden die Gesichter so mancher Tocoretten schon langsam rot. Als dann Dirk vom "Ihr" zum "Sie können ..." überging ... "Oh ha!" Bei Freiburg sagten sie dann es wäre der Letzte Song und dann platzte der Knoten (wie man so sagt). Die ersten Tocoretten spurteten zur Bühnenkante und das Sitzvolk erhob sich. Die Baumelnden Beinchen, mit den Turnschuhchen dran, tanzten nun in ihren Balkons. Ein befreiendes mitschreien der alten Songs machte die Runde.

"Hie Hie, so etwas Gabis hier bestimmt noch nich", dachte ich mir dabei. Kollektives Stampfen mit den Turnschuhen brachten den Festsaal zum beben und Tocotronic schliesslich noch drei mal auf die Bühne. Bis sie mit einem 10 min Rausschmeisser, der ein wenig an Barenfeld erinnerte, das Konzert beendeten. Dirkalowski winkte immer voll lieb und bedankte sich immer wieder beim inzwischen nun ja tobendem Sitz- und Baumelvolk. Janowitz machte noch ein Paar Zeichen und Arne sagte ganz leise und schüchtern "Tschüs". Alles in allem war es sehr zauberhaft!

Am Rande: Wir gingen dann nach den Konzi noch ins Grüne und trafen auf dem Weg, an einer Fensterbank die Tocos. Naja die Schriftgeilen Grupies haben sich dann noch die Hände schütteln lassen. Sie sahen sehr erschöpft aus. Kaputt (wie man sagt)."

(Fotos siehe unten)

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Und dann hätten wir da noch den Bericht von Michael. Wir haben ihn hier gefunden: "Es war wieder einmal ein Samstag, diesmal der 5. Juni. Wir (Frank, Julia, Jörn, Carmen und ich) hatten vor, eine schöne Wochenendtour nach Hamburg zum Tocotronic-Konzert zu unternehmen. Am Vormittag dieses Tages kam noch ein schöner Brief (danke Polly) mit etwas ganz wunderbarem drin, und zwar einer Promokassette, diesmal nicht nur 4 Lieder, sondern das ganze Ende Juli erscheinende neue Album der Tocos. So konnte ich mich schon auf den folgenden Abend drauf vorbereiten und würde als einer der ganz wenigen schon ein paar Lieder kennen. Nach einem Mal bei voller Lautstärke Durchhören war ich mir sicher, dass das wieder ein ganz grandioses Album ist, viel besser als das letzte; durch viele lange Stücke sehr an "Wir kommen, um uns zu beschweren" erinnernd. Kurz darauf fuhr ich mit Fahrrad zum Bahnhof, wo ich mit Auto abgeholt wurde und mit Frank und Julia nach Stendal fuhr, um von dort aus den Zug zu nehmen. Dort trafen wir auch noch die anderen beiden und es konnte losgehen. Schon auf dem ersten Umsteigebahnhof folgte ein Schock für alle und besonders für mich. Es sah so aus, als ob wir einen Zug verpasst hätten und so erst eine Weile nach Konzertbeginn ankommen würden, was für mich besonders ärgerlich war, weil ich, da 3 Leute abgesprungen waren, noch diese 3 Karten verkaufen musste. Nach langem Rumfragen und dem Erleben des wunderbaren Service der deutschen Bahn (herrliche Idioten haben die als Mitarbeiter) erfuhren wir, dass wir es doch gut schaffen könnten und vertrieben uns die 2 Stunden Wartezeit, indem wir einen Mitropa (da hieß es tatsächlich noch Mitropa) Tisch in Beschlag nahmen und ein ganz nettes Unterhaltungs-Brett-Strategiespiel spielten. Nach noch 3 Umsteigereien kamen wir endlich im so wie kaum eine andere Stadt verherrlichtem Hamburg an. Das Schauspielhaus war zum Glück gleich ganz in der Nähe und dort verkaufte ich eine karte gleich für etwas Gewinn. Wir hatten noch eine menge Zeit und setzten uns wie die ganzen Arne Zanks, die da waren auf den Vorplatz des Bahnhofs, aßen und tranken was und Julia und Carmen hörten ganz gierig meine mitgebrachte Kassette an. Irgendwann verkaufte ich noch die beiden anderen Karten und folgte den anderen punkt 9 Uhr nach oben. Dort bekam ich erst einmal einen Schreck. Eigentlich war der Anlass für die Reise nach Hamburg das Photomachen gewesen. Aber wir hatten natürlich ausgerechnet Karten für die allerletzte Reige ganz oben. So war ich nicht wie in Berlin 8 Meter von der Bühne entfernt, sondern mindestens 25 und da war nicht mehr viel zu sehen. Die 3 Bengels machten natürlich wieder das übliche, was ihnen großen Spaß zu machen scheint: Sie verspäteten sich. Nach etwa einer dreiviertel Stunde gings dann aber doch langsam los. Ich muss hier leider immer wieder mit Berlin vergleichen, denn es war ja ziemlich ähnlich. Der Anfang war jedenfalls lange nicht so schön. Es wurde nicht richtig dunkel, so dass man die 3 gut auf die Bühne kommen sehen konnte und dann war es auch nicht plötzlich so richtig hell, sondern eben nur halb hell. Über die Akustik muss ich auch gleich noch meckern. Die Plätze ganz hinten waren, als das Theater gebaut wurde, wohl nur für den letzten Pöbel gedacht (nicht von mir) und so haben sie da nicht mehr drauf geachtet, ob man was hört oder nicht. So war der Ton ziemlich schlecht und es war ganz einfach zu leise und der Magen zitterte nicht mehr durch das Schlagzeug. Das erste Lied war dann auch das mit Abstand beste Lied des Albums (oder gar überhaupt?) und zwar "Das Geschenk". Dabei hat mich wieder dieser eingängige Rhythmus überwältigt, der auf jeden Fall der beste ist, den Tocotronic je herausgebracht haben. Wenn das Lied später gewesen wäre, hätte mich nichts mehr auf dem Sessel gehalten, aber als Beginn war es auch gut plaziert. Hier die ganze Playlist:

Das Geschenk; Jenseits des Kanals; Jackpot; Drüben auf dem Hügel; Ich bin viel zu lange mit euch mitgegangen; Die Grenzen des guten Geschmacks Teil 2; Um die Ecke (gedacht); ? (Heute oder Morgen); Ein Abend im Rotaryclub; Rock Pop in concert; Morgen wird wie heute sein (nicht weinen, Frank); Das Unglück muss zurückgeschlagen werden (scheiß lange Titel); Es sind keine Rätsel (schönes Falschverstehen von Frank: Es gibt keine Bretzeln); Tag ohne Schatten (instrumental); Ich mache meinen Frieden mit euch; Let there be rock (nochmal hat Frank was falsch verstanden: Wo ist die Liebe?); Die Grenzen des guten Geschmacks Teil 1; Sie wollen uns erzählen; Freiburg; -1.Zugabe- K.O.O.K.; You are quite cool; Die Welt kann mich nicht mehr verstehen; -2.Zugabe- 17

Das heißt, dass 8 von 23 Liedern alte waren, und das ist doch nicht so wenig, wie alle meinten. In Hamburg war die Stimmung bei den Zuschauern seltsamerweise ziemlich träge. Während in Berlin bei "Drüben auf dem Hügel" schon einige aufsprangen, saßen dort noch alle brav da. Die Tocos kamen mir (vielleicht angesteckt) auch teilweise ziemlich gelangweilt vor. Zwischenzeitlich kamen einige lange Lieder, wo ewig nur die Instrumente bearbeitet wurden und da war es sogar ziemlich einschläfernd. Aber bei "Let there be rock" gings dann plötzlich los. Ein ganzes Feld zu meiner Linken schien nur dieses Lied zu kennen. Bei keinen neuen oder alten hatten sie sich bewegt und bei diesem sprangen sie dann alle plötzlich auf und tanzten und sprengen wie die Wilden. Danach war erst die Stimmung dann ziemlich gut und der Höhepunkt war dann erst Freiburg und dann bei der Zugabe und "Die Welt kann mich nicht mehr verstehen" standen wohl alle und genossen das schnellste und kraftvollste Lied des ganzen Abends. Den wunderbaren Schluss bildete dann das endlose und zweitbeste Lied des neuen Albums "17". Dabei konnte man noch einmal tief in seiner Melancholie versinken und genießen, wie das Konzert langsam ausklang. Dabei wurde ich mir sicher, dass es diesmal besser als in Berlin war...

Leider konnte nach diesem Stück nicht einfach Stille folgen, sondern um zu zeigen, dass wirklich Schluss ist (dabei wußten es alle!), fing dann wieder die berühmte Konservenmusik an, was doch extrem störend war. Das erklingende Lied "Forever Young" passte aber dann aber ganz gut zu der Diskussion um die Veränderung der Tocos. Alle stürzten wie die Wilden zu den Ausgängen, als ob es Freibier gäbe (dabei hat ein kleines Fläschchen 5 DM gekostet), auch meine Begleiter, nur Frank blieb wenigstens noch ein bisschen. Draußen wieder versammelt erfuhren wir, dass Julia (der inzwischen vor Glückseligkeit schlecht war) wohl die Eltern von Arne Zank gesehen hat (der Vater läuft am Stock!) und nach der Erklärung des Erlebnisses klang es auch wirklich warscheinlich und sie werden ihrem Sohn vielleicht von dem Erlebnis berichtet haben? Unser Zug zurück sollte erst 6 Stunden später fahren und so irrten wir durch die Straßen von Hamburg auf der Suche nach der Elbe. Vorher passierte uns noch etwas wirklich peinliches (hauptsächlich mir), das mich den ganzen Tag danch immer wieder zum Lachen zwang aber nicht hierhin gehört. Nach Entlanglaufen einer Straße, in der ein roter Laden am anderen stand und seltsam gekleidete Damen draußen immer auf jemanden warteten entschlossen wir uns, zur (unteren?) Alster zu gehen, wo wir nach längerem Suchen eine Bank direkt am Wasser fanden, die unser Verweilort für die nächsten 3 bis 4 Stunden war. Es wurde leckerer süßer Rotwein gesüffelt, später noch von Frank schnell organisierte Rum-Cola nachgetrunken, wunderbarste Gespräche wurden geführt (ich erfuhr endlich, was Polunder sind) und wir waren einfach glücklich, dort zu sein. Die ganze Zeit über hatte ich aber immer noch diesen Rhythmus des ersten Liedes im Kopf, der andauernd meine Beine wackeln ließ. Nach einer wunderbaren Dämmerstunde, in der uns schließlich echt kalt wurde (das und der Alkohol ließ Frank seltsame Dinge machen) gingen wir langsam, während die Nacht sich mit dem Tageslicht mischte, zurück. Unterwegs machten wir hautnahsten Kontakt mit dem wirklichenen Hamburg, was unseren Gemütszustand innerhalb weniger Augenblicke (obwohl das ganze 20 Minuten dauerte) von ganz oben auf leichte Geschocktheit oder gar Niedergeschlagenheit wechseln ließ. Irgendwann nach sechs stiegen wir in einen Zug Richtung Heimat und schliefen danach ziemlich schnell ein und auch noch weiter im nächsten Zug (die erste Fahrt war aber die schönste...). In den nächsten beiden waren wir dann wieder munter. Im letzten trennten sich dann unsere Wege bis ich schließlich die letzten Kilometer des schönsten Wochenendes des Jahres ganz alleine nach Hause fuhr. Am Bahnhof setzte ich mich auf mein Fahrrad und fuhr, jetzt wieder in den tiefsten Höhlen meiner Melancholie angelangt (was aber nicht nur an den schönen Eindrücken des Konzertes lag) in einem leichten Regen durch die sonntäglich ruhige Stadt und tippte mit meinen Beinen den unvergessenen Rhythmus des ersten Liedes...."

Setlist: Das Geschenk;
Jenseits des Kanals;
Jackpot;
Drüben auf dem Hügel;
Ich bin viel zu lange mit euch mitgegangen;
Die Grenzen des guten Geschmacks Teil 2;
Um die Ecke (gedacht);
Der gute Rat;
Ein Abend im Rotaryclub;
Rock Pop in concert;
Morgen wird wie heute sein;
Das Unglück muss zurückgeschlagen werden;
Das sind keine Rätsel;
Tag ohne Schatten;
Ich mache meinen Frieden mit euch;
Let there be rock;
Die Grenzen des guten Geschmacks Teil 1;
Sie wollen uns erzählen;
Freiburg;

-1.Zugabe-
K.O.O.K.;
You are quite cool;
Die Welt kann mich nicht mehr verstehen;

-2.Zugabe-
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