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Auf eurem neuen Album Es ist egal, aber gibt es ein Lied, das heißt Für immer dein Feind.
Habt Ihr das irgendwem gewidmet?
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| Dirk: |
Obwohl der Eindruck entstehen kann, daß manche Stücke sich auf tatsächliche Begebenheiten
beziehen, ist das oft nicht so. Wenn man so etwas schreibt, hat das auch einen Hintergrund,
man greift so was ja auch nicht einfach so aus der Luft. Also es ist eigentlich keiner Person
gewidmet, es war halt einfach eine Idee.
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Schreibt Ihr die Texte und die Melodien zusammen oder teilt Ihr Euch das auf und schmeißt
nachher alles zusammen und bastelt daraus ein Lied?
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| Arne: |
Die meisten Texte schreibt Dirk - mit Ausnahme von denen, die ich selber singe. Auf früheren
Platten waren es meist schon fertige Songs von der Akkordfolge her - auf der aktuellen Platte
waren es Ideen, die von uns zusammengeschustert wurden. Bei den Texten haben wir drei dann
auch drüber diskutiert, einfach, weil wir uns für dieses Album mehr Zeit gelassen haben.
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Habt Ihr Vorbilder?
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| Dirk: |
Immer andere. Wenns ums Kochen geht, hab ich andere Vorbilder als wenn ich Musik mache. Das
wechselt meist von Lied zu Lied. Musik nimmt sehr viel Raum in unserm Leben ein, und wenn man
sehr viel hört, wird man ja auch verschieden beeinflußt.
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Wie versteht Ihr Euch mit Euren Kollegen der Hamburger Schule? Seid Ihr mit denen befreundet?
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| Dirk: |
Ja, also befreundet kann man nicht direkt sagen. Freundschaft ist ein sehr starkes Wort. Meine
intimsten Geheimnisse erzähle ich zum Beispiel nicht einem von den Sternen, wenn ich ihn mal
gerade auf einem Konzert sehe. Zu Freundschaft gehört schon mehr. Wenn man sich trifft, dann
unterhält man sich zum Teil lange. Es sind Bekannte, es geht über das Kollegiale hinaus.
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Mögt Ihr es, wenn man Euch mit anderen Bands vergleicht?
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| Dirk: |
Also, wenn das gute Bands sind, schon, dann kann das ja auch nicht schaden, wenn wir mit in
einem Atemzug genannt werden.
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Zurück zu Eurer neuen Platte. Auf den Covern älterer Platten seid immer Ihr auf Fotos zu sehen,
auf diesem sind aber plötzlich Enten...?!
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| Arne: |
Wir wollten uns freimachen von dem Prinzip, das man halbjährlich Platten rausbringen muß, die
eweils drei Köpfe auf dem Cover haben. Wir sind halt ein wenig eigenwillig.
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Wie steht Ihr zu den großen Musikvideosendern wie MTV und Viva? Ihr habt einen Viva-Preis
abgelehnt.
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| Dirk: |
Die Ehrung haben wir abgelehnt, weil der Preis so blöd betitelt war. Jung, erfolgreich auf dem
Weg nach oben. Die wollten damit eine Idee von deutschen Bands und einem deutschen Trend in
der Musik fossieren, mit dem wir nichts zu tun haben wollen. Und weil die sich auf keine
Diskussion eingelassen haben, haben wir uns gedacht, lehnen wir ihn höflich ab. Das ging
natürlich auch nicht so glatt über die Bühne, weil die es überhaupt nicht geschnallt haben,
was das soll. So schnell kriegen wir wohl nicht wieder einen Preis angeboten.
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Ihr habt viele jugendliche Fans. Wie erklärt Ihr Euch das?
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| Dirk: |
Grundsätzlich kann man daran nichts Negatives sehen. Wenn man erfolgreich wird, geht das Alter
immer weiter runter. Aber Fans ist ein schreckliches Wort. Dahinter steht immer der arrogante
Rockstar, der auf der Bühne steht und sagt: Vielen Dank an meine Fans. Das sind dann so blöde
Rockstar-Gesten.
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Was wollt Ihr nach Eurer Tour machen?
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| Beide: |
Ein halbes Jahr ins Bett legen und nichts tun.
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