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Dirk vs. Postoptimisten
Vielen Dank an Martin, von dem wir diesen Aufsatz übernehmen durften.

Dirk vs. Postoptimisten

Anmerkung des Transkribenten und Textabtippers:
Das folgende muss man sich so vorstellen: Der FM4-Mitarbeiter Florian Horvath hat ein Interview mit Dirk von Lowtzow über den Postoptimisten-Artikel gemacht. Dirks Antworten hat er im O-Ton in einem sogenannten Feature verwendet, anstatt der Fragen liest Horvath bzw. eine FM4-Sprecherin einen vorgefertigten Text. Das Feature wird außerdem noch von Musikuntermalung begleitet. Dieser ganze, fertige Beitrag wird nun vom Homebase-Moderator Matthias Schönauer abgespielt, wobei er einleitende und abschließende Sätze spricht. Nur Schönauer und von Lowtzow reden also aus dem Stegreif, wobei es Schönauer leichter hat, weil er sich auf seine Moderation vorbereiten kann. Ich habe Schönauers Text um Versprecher bereinigt, ansonsten aber unberührt gelassen. Die Statements von Dirk von Lowtzow sind hingegen fast hundertprozentiger O-Ton, außer Äh-Lauten wurde jedes Wort transkribiert. Das führt zu einem schwerer lesbaren Text, doch ich finde es sehr interessant, Dirks Sprechstil hier schwarz auf weiß zu sehen. Auffallend ist, wie Dirk durch die Floskeln "oder so", "vielleicht" und "irgendwie" durchgehend seine Aussagen abschwächt. Das könnte man als Unsicherheit oder Aufpassen, dass man ja nichts Falsches sagt, auslegen. Die vielen Wortwiederholungen rühren daher, dass Dirk Wörter ausspricht, ohne noch ein ganzes Satzglied formuliert zu haben. Manchmal führt dies zu einem regelrechten Stottern ("mit mit mit mit"), wenn er das Wort so lange wiederholt, bis ihm eine Fortsetzung einfällt. Ist das Satzglied im Kopf fertig gebildet, spricht er es noch einmal gänzlich aus, wodurch die voreilig gesprochenen Worte überflüssig oder überzählig sind. Auch die häufig auftretenden Füllwörter "so", "halt", "ja" und "also" hemmen den Lesefluss, zumal sie meist keine bedeutungstragende Funktion haben.


Dirk vs. Postoptimisten

Matthias Schönauer (Homebase-Moderator): "...werden ja sehr gern erforscht, andauernd wollen irgendwelche alten Wissenschaftler Erklärungen finden, warum sich Jugendliche wie verhalten. Da gibt’s ein Institut für Jugendforschung in Wien, das bringt eine Zeitung raus, die den fetzigen Namen "Tracks" hat. Vor kurzem gab’s in dieser Zeitung einen Artikel, der hatte die Überschrift: "Von den neuen sozialen Bewegungen zur postoptimistischen Political Correctness" Das soll ungefähr bedeuten, dass Jugendliche keine oder wenig Hoffnung mehr haben auf Veränderungsmöglichkeiten, keine Revolutionen starten wollen. Das stimmt glaub ich auch ein bisschen, nur der Verfasser des Artikels Bernhard Holzmayer, Heinzlmayer Verzeihung, kommt zu dem Schluss, dass Jugendliche postoptimistisch, aber trotzdem politisch korrekt sind, durch die Analyse von Songtexten. Texte von Soundgarden, von Rage Against The Machine, von Oasis und von Tocotronic hat Heinzlmayer analysiert. Und wir haben Dirk von Tocotronic über die Ergebnisse informiert, ihm die Erkenntnisse vorgelegt. Die Generation X ist tot, es leben die Postoptimisten."

Musik: Kurzer Loop des Gitarrenintros aus "Die Welt kann mich nicht mehr verstehen", dann setzt "Ich möchte Teil einer Jugendbewegung ein" und läuft als Hintergrundmusik während des Features weiter.

Zitat aus Heinzlmayers Artikel: " ‘Wir wollen Teil einer Jugendbewegung sein.‘ Dieser Satz prangt heute in Deutschland an vielen Hauswänden und kennzeichnet das Bedürfnis einer Jugend nach mehr als Karriere, Konsum und Happiness. In diesem Mehr ist neben dem Wunsch nach politischer Mitbestimmung und Selbstbestimmung auch die Sehnsucht nach gemeinschaftlichem Handeln und der emotionalen Geborgenheit in einer Gruppe Gleichgesinnter."

Hintergrundmusik wird laut, die Zeile des Liedes erklingt: "Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein." Wieder Abklingen der Musik in den Hintergrund, als Dirk zu sprechen beginnt:

Dirk von Lowtzow: "In dem Lied ging’s halt einfach darum, das war halt auch so’n Ding, was wir geschrieben haben rückblickend eigentlich auf auf unsere Zeit, als wir in der Schule waren, das ist auch vor allem ein Stück, was was mir dann sehr am Herzen lag, weil ich ja nicht so wie Arne und Jan aus Hamburg komme, sondern aus Offenburg, so ‘ner totalen Kleinstadt so, und da war es einfach so der Wunsch, also der, der wurde dann so später dann formuliert, quasi den den Wunsch, den ich damals halt schon vielleicht gehegt habe irgendwie, einfach dass es da zwei, drei, vier Leute geben könnte, die vielleicht dieselbe Musik hören, oder dieselben Interessen haben, oder so, oder sich einfach auch, auch irgendwo zugehörig zu fühlen oder so, also, dann dann gab’s ja damals wie heute irgendwie so bestimmte Jugendgruppierungen oder so, oder ne, so irgendwie Punks, und Popper, und Mods und weiß der Himmel was. Dann dacht ich so, ja, irgendwie würd ich mich gern durch äußere Kennzeichen oder durch ‘ne innere Verbundenheit irgendwie irgendwo eingruppieren wollen, so weil, weil da, innerhalb dieser Clique, da gab’s halt gar nichts, so, und da ist es so ganz egal irgendwie, geh ich irgendwie jetzt zu den Punks, oder zu den Poppern oder so, es ist ganz egal, Hauptsache ich hab irgendwie ‘n paar Leute, die sich irgendwie definieren durch irgendwelche Codes oder irgendwelche gemeinsamen Vorlieben oder so. Und deshalb ist das eben halt auch ein Stück, was, was so rückblickend ist, auf die Zeit, als man so 15, 16 vielleicht war, 14 oder so."

Die Titelzeile von "Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein" drängt wieder kurz in den Vordergrund, dann Dirk weiter:

"Abgesehen davon ist es auch einfach so’n Rock-Text, oder, es ist irgendwie so wie "My Generation" oder so, also das war ja irgendwie auch‘n Witz oder so’n Versuch, ein Rock-Stück, so w- so was wie "My Generation" oder so, in Deutsch zu machen."

Das Lied macht die Überleitung: "...jede unsere Handbewegung hat einen besonderen Sinn, weil wir eine Bewegung sind."

Zitat aus Heinzlmayers Artikel: " Für die politisch interessierten und kritischen Jugendlichen der zweiten Hälfte der 90er Jahre sind die 80er Jahre eine Idylle. Sie kultivieren den Weltschmerz, verschreiben sich einer allumfassenden Melancholie. Vielfach dominiert die rückwärtsgewandte Sehnsucht nach dem allgemein idyllischen 80er-Jahre-Aufgehobensein."

Dirk: "Ich kann halt verstehen, woher das kommt, ne, weil halt ganz viele von unsern Stücken so immer so’n bisschen über die Vergangenheit gehen, so, also was in dem Artikel drinsteht, dass wir uns wünschen würden, in den 80ern aufgewachsen zu sein, das stimmt ja nicht so weil, wir sind ja in den 80ern aufgewachsen so. Der Jugendforscher, vielleicht denkt er, dass wir jünger sind oder so, weil wir sind ja in den 80ern aufgewachsen, in die Schule gegangen und so. Nur, weshalb ich das verständlich finde, dass dass man darauf kommt, ist, dass es bei uns ganz oft so darum geht, dass man Phänomene, die wir erlebt haben, als wir jung waren, als wir in der Schule waren zum Beispiel, verarbeiten jetzt in Stücken, so also wir schreiben weniger darüber, was ist jetzt passiert, als, was was wir in den 80ern, als wir jünger waren, erlebt haben."

Das Lied "Michael Ende, du hast mein Leben zerstört" beginnt mit seinen schüchternen Gitarrentönen.

Zitat aus dem Artikel: "Die 80er-Jahre-Idylle ist unwiederbringlich verloren. Dies ist letztlich auch der Grund dafür, dass sie sich in ihren Liedern primär mit den Kleinigkeiten des Alltags beschäftigen. "Es ist besser, vor dem Stumpfsinn zu kapitulieren - Ich wünschte, ich würde mich für Tennis interessieren.‘ Stumpfsinn, das ist für die neuen Postoptimisten alles, was mit Hippietum, pseudoalternativem Kram und Empfindungsmüll zu tun hat."

Der Refrain fällt krachend ein: "Michael Ende, nur du bist schuld daran, dass aus uns nichts werden kann..."

Dirk: " Ich find das halt so ganz interessant, so, sich einfach so zurückzuerinnern und so, also ich finde einfach den Gedanken so wahnsinnig spannend, was war damals, als ich tatsächlich so noch geformt wurde von Eltern, von von Schule, Lehrern, irgendwelchen, irgendwelchen Menschen, oder, dem ganzen Umfeld und so, wie wie hat sich das auf mein, mein, wie wirkt sich das auf mein Leben jetzt so aus so, warum, warum bin ich jetzt so, bin ich jetzt vielleicht so, weil damals irgend etwas passiert ist mit mir, oder also."

Musik: "Ich wünschte, ich würde mich für Tennis interessieren"

Dirk weiter: " Zum Beispiel bei ‘Ich wünschte, ich würde mich für Tennis interessieren‘, wo’s einfach darum geht, so, oder wo, wo ich einfach gedacht hab, wenn ich damals in den Tennisverein gegangen wär, so wie halt Leute in meiner Klasse oder so, was wär, was wär ich dann jetzt oder so, oder, und wär ich dann vielleicht glücklicher oder so, weil man ja oft auch unglücklich ist und denkt so, man, man würd sich vielleicht manchmal wünschen, so’n ganz normales Leben, oder weiß nicht was, zu führen, wo man Tennis spielt und was weiß ich, was ist da in der Jugend passiert? Oder in dem Michael-Ende-Stück, was auch in dem Artikel zitiert ist so, ist das irgendwie, hat das irgendwie Auswirkungen auf unser Leben jetzt, dass wir damals dieses blöde Buch von dem Michael Ende, oder dessen Bücher haben lesen müssen oder so, ne, und dabei war’s eh nur ein blödes Beispiel mit dem Michael Ende, aber es war einfach für uns so symptomatisch für die Zeit so, weil, weil einfach da wurde das halt ständig aufgekocht und dann ständig aufn Präsentierteller gebracht, so, das ist was, und das musst du lesen und so."

Musikalisches Intermezzo:
"Michael Ende, nur du bist schuld daran,
dass aus uns nichts werden kann,
du hast uns mit deinen Tricks
aus der Gesellschaft ausge-x-t,
mit den ..."

Dirk mit dem Michael-Ende-Stück im Hintergrund: " So ‘ne Art von Alternativkultur von so freundlichem Zusammenleben und Phantasie und all solchen Sachen, was da so hochgelobt wird so. Wird das, also, könnte das sein, so, das war so die Fragestellung, dass, bei dem Stück, dass es, dass das auch auf ‘ne gewisse Art und Weise sehr autoritär ist, obwohl es eigentlich so antiautoritär sich gibt so, also, könnte es so irgendwie sein, dass, dass man daraus so’n so’n Autoritätsprinzip entwickelt, wenn man sagt, so, du musst jetzt Phantasie haben so, oder, und du musst jetzt irgendwie, ja du darfst dich nicht oberflächlichen Dingen hingeben, und Fernsehen ist eh schlecht und so, und dass sich eigentlich aus so’ner vermeintlich antiautoritären Haltung so’ne totale Autorität entwickelt so. So, weißt du, ungefähr so ähnlich wie, kennst du bestimmt auch von, von Lehrern oder so, die in der Schule gesagt haben, so, ja, ihr könnt mich duzen, so, ich bin euer Erdkundelehrer so, ihr könnt mich duzen, ich bin da ganz frei, wo man selber irgendwie schon dachte so, ja, aber, das ist doch irgendwie Quatsch, weil du bist doch letztlich immer noch der Lehrer und du gibst mir die Noten, und vor, kurz vor, vor den Sommerferien schreibst du doch den unangekündigten Erdkundetest, wo man, wo man alle 20 Bodenarten Argentiniens aufführen muss und man kriegt dann ‘ne Fünf oder so, also, also so weit her mit mit mit mit der Freiheit kann’s ja nicht sein so, so’n Phantasie-(Net-)Terror oder so was. In die Richtung ging das bei dem Michael-Ende-Stück, ne."

"Michael Ende, du hast mein Leben zerstört" klingt aus.

Matthias Schönauer: "Postoptimisten da draußen, die Textzitate, die ihr hier gehört habt, stammen aus einem Artikel von Bernhard Heinzlmayer über die neue postoptimistische Jugend. Auch Oasis sind da zitiert worden, als sozialkritische Band, ein bisschen komisch bei Textzeilen wie "maybe you’re gonna be the one that saves me", obwohl, vielleicht ist das ja sozialkritisch gemeint, die Wonderwall hier.

"Wonderwall" von Oasis wird zur Gänze gespielt.

Danach Matthias Schönauer: "Hier in der Homebase geht’s um einen Artikel vom Jugendforscher Bernhard Heinzlmayer, der eine neue Jugendströmung erkannt haben will, pessimistische Jugendliche, die glauben, dass Maxi in der Welt nichts mehr nichts Großes mehr verändern kann. Er hat da Tocotronic als Aushängeschilder gesehen und die Texte analysiert. Dirk, der Sänger von Tocotronic, hat nicht so viel Freude damit, was der Jugendforscher aus den Texten schließt."

"Michael Ende, du hast mein Leben zerstört" beginnt ein weiteres Mal.

Florian Horvath (Gestalter des Beitrags): "Tocotronic sind für Bernhard Heinzlmayer in seinem Artikel Aushängeschilder einer postoptimistischen Jugend, die sich in eine 80er-Jahre-Romantik zurückwünscht und weiß, dass sie eigentlich die Welt nicht verändern kann."

Dirk: "Nichtsdestotrotz find ich’s okay, wenn so was herangezogen wird als, als Beispiel oder so, nur können wir von uns halt nicht behaupten, Wortführer von irgendeiner Generation zu sein, schon allein deshalb, weil wir selber viel zu ungefestigt sind oder so also, wir sind ja selber so Schnuffis und können nicht irgendwie sagen, so, ja, hier und das ist jetzt die Generation, wir repräsentieren jetzt die Generation der postoptimistischen PC-Bewegung oder so."

Florian: "Heinzlmayer bezieht in die herbeigewünschte 80er-Jahre-Idylle auch den Wunsch nach staatlich finanzierten Nischen ein, in denen sich alternative Kultur etablieren konnte. Leitsatz dafür ist wieder: "Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein‘ von Tocotronic."

Dirk: "Das war halt auch nie der Sinn von dem Lied zu sagen, so, es ist notwendig, dass man sich zusammenfindet und dass man zusammen sich artikuliert politisch oder oder in irgendeiner Weise kulturell oder ich weiß nicht wie so, sondern es war einfach, einfach nur so’ne Sehnsucht, die da ausgedrückt werden wurde, und die find ich to-, also die ist ja auch total widersprüchlich und das find ich, also ich glaub, das ist auch ganz wichtig, dass das so widersprüchlich ist so, aber also es drückt ganz bestimmt nicht die Sehnsucht aus, nach nach staatlich geförderten oder unterstützten Dingern, die, die man dann macht oder auch ganz bestimmt ist da kein Sehn- keine Sehnsucht da formuliert in dem Stück nach, nach Friedensbewegung oder so, weil das widerspricht sich ja auch total, das ist ja genau das, was was wiederum Mich- Mich- so Michael Ende ist so, ne."

Das Lied "Samstag ist Selbstmord" beginnt: "Wer hat das Wochenende erfunden, die ganze Menschheit ist dadurch geschunden."

Florian: "Die pessimistische Grundstimmung der Songs, das Leiden darüber, dass man nicht so stumpfsinnig ist wie die breite Masse und dadurch Probleme hat, das sind für Bernhard Heinzlmayer Indizien für eine postoptimistische Band Tocotronic.

Dirk: "Es geht ja davon aus, dass Anfang der 90er Jahre so’n totaler Optimismus geherrscht hat unter den Jugendlichen, was ich auch bezweifeln möchte, aber, wo einfach sehr viele Sachen als gegeben angenommen worden sind und, und dass jetzt, Mitte der 90er Jahre, halt ’ne Generation da ist, die eher, die eher alles wieder eher negativer sieht und so, und natürlich, unsre Texte sind halt zum größten Teil pessimistisch oder eher negativ von den Sachen so. Das aber auch glaub ich nicht deshalb, weil wir denken, wir sind jetzt postoptimistisch oder so, sondern auch an, weil man Spaß daran auch hat, negativ zu sein oder pessimistisch zu sein und und und natürlich, man singt doch immer über Sachen, die einem, die einen irgendwie beschäftigen und die einen stören oder so und die, die man, die man ablehnt, und dass es dann so pessimistisch und negativ wird, das glaub ich ist nicht, also weniger ‘ne unbedingt so politische oder Zeitgeist-Haltung, sondern auch so’n Spaß an der Formulierung, so."

Wie gerufen kommt da der Refrain: "Samstag ist Selbstmord"

Florian: "Den Postoptimisten sei der fröhliche Optimismus der Rave-Nation ein Dorn im Auge, heißt es in Heinzlmayers Artikel. Oasis als deren Vertreter werden zitiert als Technokultur-Hasser. "Keine Nachsicht mit dem merkantilen Schmarotzergesindel. Ich werde die Fähigkeit, diese Leute zu hassen, nicht verlieren.‘ (Liam Gallagher, Rolling Stone, 1996)"

Musikuntermalung: "Tonight I’m a Rock’n’Roll star" von Oasis

Florian: " Die Technokultur sei die konsumgeile, oberflächliche Fun-Fraktion, im Gegensatz zu politisch bewussten, postoptimistischen Jugendlichen wie Tocotronic."

Dirk: "Das fand ich eigentlich so’n bisschen das Komischste an dem Artikel so, dass, dass da für meine Begriffe so Sachen miteinander in Verbindung gebracht wurden, die gar nichts miteinander zu tun haben. Also, nach uns kommt gleich Oasis, oder so, wo dann, wo dann deren Ablehnung von, von Techno und Rave und solchen Sachen als, als so dieselbe Haltung hingestellt werden, die wir haben, was, was kompletter Unsinn ist, weil wir ja schon allein in, in der Namensgebung der Band so’ne Affinität zu technoiden Sachen, so so Technozeugs ausdrücken wollten, also dass wir sagen, wir wollen nicht nur ‘ne Gitarrenband sein, sondern wir finden all das Zeug gut so, wir können’s nur leider nicht machen."

Matthias : "Und auch Rage Against The Machine werden im Heinzlmayer-Artikel analysiert und als korrekt, revolutionär und optimistisch dargestellt. Die sollen noch an die Weltverbesserungstheorien glauben und deswegen nicht so ganz postoptimistisch sein. Ein bisschen komisch ist das schon, einfach ein paar Bands auf einen Haufen zu werfen und dann die Jugend damit zu erklären, warum soll jetzt gerade das postoptimistische Zeitalter gekommen sein? Außerdem ist in dem Artikel das meiste aus Musikzeitschriften zusammengesammelt worden, also nix Neues, vielleicht hatte Heinzlmayer deswegen keine Zeit für ein Interview gehabt. Florian Horvath hat sich um die Gegenüberstellung des hier eben Gehörten gekümmert, hier kommen die nicht postoptimistischen Rage Against The Machine."

"Bulls on parade" von RATM wird gespielt.


Transkription von M., 10.Februar 2000


Quelle: Homebase im Radiosender FM4, ca. Oktober/November 1996

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