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Vielen Dank fürs Abtippen an Yannig Dreeßen
Hamburg-Tips / Tonträger
Tocotronic, die Fünfte. Siebzig Minuen voller Welterklärungsmodelle, ganz so wie ihre Fans es lieben. Und doch sind gänzlich neue Töne zu hören. Band- und lebensgeschichtlich gesprochen: Der Weg führt vom Ich zum Man und zum Wir. Erschreckend, aber wahr: "K.O.O.K." (Motor) ist Tocotronics "schwarzes Album". Es geht los mit Trompeten und Fanfaren: "Let there be rock". Dann, in "Tag und Schatten", werden Gitarre und Bass von lustigen Synthie-Figuren eskortiert, die derart freundlich herüberwinken, daß sich die Frage stellt, warum man mit ihnen nicht den Abflug gewagt hat, als sie so sang- und klanglos wieder verschwanden. Denn wer zurückbleibt, ist der Welt mitsamt dem Schmerz zurückgegeben: "Die Ausbeutung des Menschen erreicht eine neue Qualität/und wie man allerorten hört, wird die Gartenbaukunst hier noch gerne gepflegt" ("Die neue Seltsamkeit"). Mit Rettung ist da nicht mehr zu rechnen. "K.O.O.K." klingt vertraut und zugleich fremd. Da heißt es erst mal landen und gleih wieder starten in einen neuen Himmel des Tocotronic-Universums aus rutschigen Tönen und bezauberndem Gesang. Nur zum Mitsingen im Stadion oder Supermarkt des Lebens will das nicht mehr taugen.Aber komme da bloß keiner, um sich zu beschweren! Quelle: Szene Hamburg Juni 1999Quelle: ... |
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21. January 2005, 11:21 Uhr
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